Freitag, 26. März 2010

Tropisches Paradies

Now in: Salta (ARG)
Coming from: Puerto Iguazu (ARG)
Next: San Pedro de Atacama (CHI)

Im tropischen Iguazu mitten im Drei-Ländereck (Argentinien, Brasilien und Paraguay) wurden wir mit strömenden Regen empfangen. Etwas niedergeschlagen, aber umso mehr Zeit für einen neuen Blog-Eintrag.
Am nächsten Tag wurden unsere Gebete erhört: blauer Himmel und Sonne, der perfekte Tag um die berühmten Wasserfälle "Cataratas del Iguazú" zu besuchen.

Die Iguazú-Wasserfälle (UNESCO Welterbe) bestehen aus 20 größeren sowie 255 kleineren Wasserfällen auf einer Ausdehnung von 2,7 Kilometern. Einige sind bis zu 82 Meter, der Großteil ist 64 Meter hoch. Die Wassermenge an den Fällen schwankt von 1500 m³/s bis über 7000 m³/s.

Da man von der brasilianischen Seite eine gute Panoramasicht auf die Fälle haben soll, haben wir uns entschieden zuerst dahin zu gehen. Nach einer kurzen Busfahrt, langem Warten am Grenzübergang und einen brasilianischen Stempel im Pass sind wir endlich bei den Wasserfällen angekommen. Wunderschön, riesig und extrem beeindruckend, wie sich die tosenden Wassermassen in die Schlucht stürzen, umgehen von einem wunderschönen tropischen Regenwald mit unzähligen Schmetterlingen, Affen, Vögel, Coati (sehen ein bisschen aus wie Waschbär mit einer zugrossen Nase ) und Echsen.

Die argentinische Seite ist noch eindrücklicher. Die Wege führen durch den Wald zu verschieden Ausichtspunkten, mal von Nahen, aus der Ferne, mal unter und mal über den Wasserfälle, so nah das man von Oben bis Unten nass wird. Eine willkommene Dusche, da es unterträglich heiss und schwül war, nur unsere Kameras hatte nicht so Freude, haben es aber mit ein paar kleinen Schäden überstanden. Das Highlight war die Boots-Tour, ausgerüstet mit Schwimmweste, und wasserdichtem Schutz für unsere Rucksäcke und Kameras sind wir unter die Wasserfällen gefahren. So nahe, dass man das Gefühl hatte, man ist im Wasserfall und wird jeder Zeit vom der Kraft unter das Wasser gedrückt. Patschnass und glücklich wieder auf festem Boden, spazierten wir zum Abschluss noch zu einem Wasserfall zu laufen, in dessen Becken man baden kann. Der Weg war lang und anstrengend, aber es hat sich geloht, die vielen Tiere die wir auf dem Weg gesehen haben und das Bad unter dem Wasserfall war einfach spitze und der perfekte Abschluss.


Liebe Grüsse Selina & Meo



















Dienstag, 23. März 2010

Der wilde Sueden




Now in: Puerto Iguazu (ARG)
Coming from: El Calafate (ARG)
Next: Salta (ARG)

Kilometermaessig schon weit entfernt, aber noch frisch in unseren Koepfen: Patagonia Argentina. Ueber Rio Gallegos (so weit unten auf der suedlichen Hemisphaere waren wir beide noch nie) gings mit dem Bus nach El Calafate. Huebsch am Ufer des Lago Argentino gelegen, ist das Staedtchen vorallem der Aussgangspunkt fuer den Perito Moreno Gletscher. Beruehmtheit erlangte der Gletscher weil er einer der wenigen ausserhalb der Antarktis und Groenland ist, der kontinuierlich am wachsen ist. Pro Tag sollen es bis zu einem Meter sein. Mit einem Tourbus gings in den Parque Nacional los Glaciares, wo wir bei wunderbarem Wetter und Windstille (eine echte Ausnahme in Patagonien) ein paar Stunden auf den Aussichtsbalkonen den gigantischen Gletscher bestaunen konnten und vor Freude jauchzten, als mal wieder einen Eisbrocken in das Wasser fiel. Weiter brachte uns ein Boot auf die gegenueberliegende Seite, wo wir Steigeisen angeschnallt bekamen und stapfen damit durch die Gletscherlandschaft. Es knirschte und plaetscherte von allen Seiten und war trotz der etwas zu grossen Gruppe ein gutes Erlebnis. Am naechsten Tag brausten wir dann auch schon wieder mit Ben (NZ) und seinem gemieteten Auto in das ca. 200km noerdlich entfernte El Chalten weiter. Das 500-Seelendorf ist nicht viel aelter als ich, und am Fusse des Fitz Roy-Massivs gelegen und wird jeweils im Sommer von Tausenden Outdoor-Maniacs bestuermt. Wir entschieden uns fuer die achtstuendige Wandertour zur Laguna de los Tres. Am Morgen noch dick im Nebel verpackt, setzte sich die Sonne aber gluecklicherweise doch noch durch und uns bot sich ein wunderbares Panorama des Fitz Roy. Anfaenglich glich der Weg noch eher einem gemuetlichem Spaziergang, ehe der letzte Aufstieg dann doch in die Beine ging. Steil gings bergauf, das Keuchen und Schwitzen immer staerker und auch das obligate "Hola" an die entgegenkommenden Wanderer ging ging auch nicht mehr so flott von den Lippen wie noch zu Beginn der Wanderung. Aber es hat sich gelohnt. Tieftuerkise Lagunen und der Berg im Hintergrund! Zurueck in El Chalten goennten wir uns erstmal das verdiente Bier und gingen am Abend dann in die Fest-Turnhalle von El Chalten, wo gerade das 4-taegige Trekking-Festival stattfand. Zu den Reggae-Klaengen von Resistencia Suburbana (http://www.myspace.com/resistenciasuburbana) wippten sogar unsere mueden Beine mit. Am naechsten Morgen dann Muskelkater, ein gemuetlicher Spaziergang zu einem Wasserfall und Chill-Out im Hostel. Mannmann, war ich kaputt. Weiter ging's dann wieder im Bus fuer eine Nacht wieder nach El Calafate, von wo aus wir den Flieger nach Puerto Iguazu nahmen. Vom trockenen Sueden ab in den tropischen Norden!

Und wie geht's euch? Liebe Gruesse, Selina & Meo












Montag, 15. März 2010

Vom Winde verweht

Now in: Puerto Madryn (ARG)
Coming from: Buenos Aires (ARG)
Next: El Calafate (ARG)

Nach einer 18-stuendigen Reise mit dem Bus durch die unendlichen Pampas von Argentinien sind wir in Puerto Madryn angekommen.

Bei schönem Wetter, aber stürmischen Wind und recht kühlen Temperaturen haben wir uns mit Fernado unserem Tour Guide, und zwei Belgier auf den Weg zur Península Valdes gemacht, die 1999 von der UNESCO (kaennsch?) zum Weltkulturerbe erklaert wurde. Die Insel ist vorallem für seine Wal-Beobachtungen (Saison Mai bis November) berühmt. Auch wenn wir ausser Saison hier waren, haben wir doch einige Tiere in ihrer freien Natur sehen koennen wie z.B. Maras, die aussehen als wären sie eine Mischung aus Kaninchen und Reh, Lamas, Magellan-Pinguine, Seelöwen mit ihren Jungen, faule Seeelefanten und Orcas, die wir leider nur ganz in der Ferne erspähen konnten.

Heute geht es weiter via Rio Gallegos nach El Calafate... Juppi weitere 18 Stunden Busfahren!















Qué Rico Buenos Aires

Now in: Puerto Madryn (ARG)
Coming from: Buenos Aires (ARG)
Next: El Calafate (ARG)

Was fuer eine Stadt! 10 Tage sind wir meist zu Fuss und in Flip Flops durch die Strassen von Buenos Aires gezogen. Bei hochsommerlichen Temperaturen durchquerten wir die wichtigsten Barrios der Stadt: Centro mit dem historisch gepraegten Plaza de Mayo und Casa Rosada (fuer detailierte Infos: WiKi weiss es), Once, Recoleta (der wunderschoene Friedhof zieht Besucher aus aller Welt an, weil sich da Argentiniens beruehmteste Frau, Senora Evita Peron zur Ruhe gelegt hat), San Telmo am sonntaeglichen Markt, sowie La Boca, welches beruehmt fuer seine farbenfrohen Camintos ist und natuerlichen die Heimat des Fussballclubs, die Boca Juniors. Sonst aber ist La Boca eines der gefaehrlichsten Pflaster in Buenos Aires und wir wurden, als wir uns nur drei Querstrassen vom Touristenstrom entfernten, gleich zurueckgepfiffen und gewarnt, wir sollen uns doch bitte wieder in die "Sicherheitszone" begehen. Am meisten aber hielten wir uns in Palermo auf. Dem wohl schoensten und sichersten Barrio der Stadt. Huebsche, gruen gesaeumte Alleen, niedrige und architektonisch elegante Haeuser, unzaehlige Cafes, hippe Restos, Shops, Bars und Nachtclubs am Meter, macht das Quartier zu einem der begehrtesten der ganzen Stadt - und wir hausten im Posada Casa Esmeralda mitten drin. Klein, aber fein und sehr empfehlenswert! Wenn wir mal nicht im Garten in den Haengematten eine kleine Siesta einlegten, traf man sich auf der Dachterasse zu Bier, Wein und Barbeque. Einziger Wehrmutstropfen: die Mosquitos liebten uns so sehr, das meine Antibrumm-Flasche schon fast aufgebraucht ist. Ach ja, wenn wir mal nicht zu Fuss unterwegs waren, waren die Alternativen entweder die Subte (1.10 ARS pro Fahrt), ein Radio-Taxi zu nehmen (anschnallen empfohlen) oder wir versuchten, einer der vielen Bussen zu erwischen, welcher uns zwar wenig Geld (ca. 1.25 Ars pro Fahrt, aber viele Nerven kostete). Der Verkehr hier ist brutal. Nach gut 10 Tagen war dann auch schon Schluss mit City-Life, und wir bestiegen den Coche Cama (Car) mit Ziel Patagonia Argentina!