Now in: Banos (ECU)
Coming from: Latacunca (ECU)
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Nachdem wir in aller Herrgottsfruehe in Quito angekommen sind, mussten wir uns erstmals in dieser riesen Stadt orientieren. Aus Sicherheitsgruenden hausen die meisten Backpackern in der Neustadt, waehrend man bei Tageslicht durch die schoene Altstadt spaziert. Sonst haben wir nicht viel von Quito gesehen und liessen uns lieber vom WM-Fieber anstecken. Dank Koen und Andrew aus Holland sind wir sogar um 6.30h in Bar vor Fernseher gesessen und haben fuer Oranje die Daumen gedrueckt.
Einen Ausflug haben wir dann doch noch gemacht und sind zum "Mitad del Mundo"- der Mittelpunkt der Erde. Da hier die Aequtorlinie verlauft, gibt's einige lustige Experimente zu machen. Zum Beispiel das stehende Ei, oder das der Wassersog auf der noerdlichen Hempisphaere im Uhrzeigersinn verlaeuft, waehrend es auf der suedlichen genau umgekehrt ist.Oder man scheint auf dem Aequotor deutlich schwaecher zu sein, als sonst wo auf der Welt. Zum Glueck, denn unsere mehr oder weniger starken Beine brauchten wir ein paar Tage spaeter fuer die "Besteigung" des Vulkans Cotopaxi. Wir drei, Boywang de Chino und Vinicio unserem Guide, fuhren mit dem Pick-Up Truck auf 4600m.u.M., und sind im sandigen und sehr weichem Weg hoch zur Berghuette gestapft und schnauften bei der Ankuft wie die Walroesser, ja die Hoehe machte sich mal wieder deutlich bemerkbar. Mit einer Tasse Tee im Magen ging's danach noch bis auf 5000m. hoch, bis zum Einstieg auf den Gletscher. Fuer kurze Zeit konnten wir bis zum Gipfel auf knapp 5900m sehen, danach verdunkelte sich der Himmel und wir kehrten im Schneeregen zur Berghuette zurueck.
Der liebe Vinicio fuhr uns dann direkt weiter nach Banos. Das kleine Staedtchen liegt am Fusse des aktiven Vulkans Tungurahua (letztmals vor drei Wochen ausgebrochen) und ist neben dem Touristenzentrum auch einer der wichtigsten Wallfahrtsorte in Ecuador. Eigentlich wollten wir ein bisschen wandern, doch der schlecht bezeichnete und glitschige Weg durch das Dickicht schien uns dann doch zu gefaehrlich. Weniger risikoreich (ausser vielleicht gekocht zu werden) war der Besuch in einem der zahlreichen heissen Baeder.
Mit dem dem Bike radelten wir am naechsten Tag die "Routa del Cascadas" ab. Der imposanteste aller Wasserfaelle war der "Pailon del Diablo" - in der Schlucht des Teufels. Ein bisschen Iguazufeeling in Ecuador. Fuer die knapp 20km lange Rueckfahrt waren wir zu faul und so hievten wir unsere Bikes auf einen Laster und machten es uns auf der Ladeflaeche "gemuetlich". Waehrend uns die Abgase nonstop ins Gesicht wehten, mussten wir uns an Seilen und Hoelzern festhalten, da der Fahrer nicht gerade sanft ueber die vielen Bodenwellen fuhr.
Bald schliessen wir das Kapitel Ecuador und fahren nach Kolumbien. Bis dahin, liebe Gruesse in die Heimat!