Montag, 15. November 2010

mit dem Motorbike durch das Centrale Hochland...

Now in: Hoi An (VIE)
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Um das Centrale Hochland von Vietnam zu erkunden, entschlossen wir uns fuer eine ganz andere Art des Reisens, mit "Easy Rider" auf dem Rueken eines Motorbikes. Mit zwei coolen Honda Motorbikes, unseren Backpacks gut und wasserdicht festgemacht, mit der Kamera bewaffnet und unseren zwei Gides "Loi" und "Xuan" ging das Abendteuer los. Die 6 taegige Reise startete in Dalat ging ueber Dak Lak, Buan Ma Thout, Pleiku, Kontum nach Hoi An.

Wir erhofften uns nicht zu viel von der Reise durch das Hinterland. Wir lerneten viel ueber Land und Leute und sahen Vietnam mal von einer ganz andern Seite. Wir besuchten Doerfer, probierten verschiedene vietnamesische Gerichte, besuchten verschiedene kleine Farbiken und Farmen (Seiden-, Brick- und Reisnudelfabrik, Kaffee-, Tee-, Pilz-, Gummibaum-, Seidenraupen- und eine Reisfarmen), lernten viel Neues ueber den Krieg und sahen wichtige Schauplaetze in der Geschichte Vietnams. Es wurde uns nie langweilig die Landschaft aenderte sich staendig von jungle bedeckten Bergen zu flachen Reisfeldern in dessen Wasser sich die Sonne spiegelte zu Kaffee und Tee bedeckten Huegeln ueber Bruecken und reissende Fluesse... einfach bezaubernd. Die Kinder begruessten uns mit ihrem bezaubernden Laecheln und den paar englishen Woertern die sie konnten. Beim vorbeifahren winken sie uns immer wieder zu und freuen sich. Da sich nicht so viele Touristen in diese Regionen verirren wurden wir auch offt angestrarrt und auch immer wieder mit neugierigen Fragen geloechert, die wir natuerlich gerne beantworteten.

Die Strassen waren teilweise schlecht manchmal gut, doch das fahren war trotzallem eine Herausforderung die unsere zwei Gides gut meisterten. Sie mussten immer wieder tiefen Schlagloechern, Kuehen, Hunden, Huenern und Schweinen ausweichen und das Motorrad ueber Schlamm und Baeche lotzen. Die Ueberholmanoever und auch andere Situationen sorgten bei mir immer wieder mal fuer ein bisschen Adrenalin. Die einzigen Verkehrsregel die es gibt sind; der Staerkere hat Vortritt und die Pflicht beim Ueberholen zu hupen. Aber auch ich gewoehnet mich daran und erschrack nicht mehr jedesmal wenn uns ein Lastwagen viel zu schnell und mit einem lauten Hupkonzert ueberholte. Auch neben der Strasse waehren wir ohne nusere zwei Gides aufgeschmissen gewessen. Sie kuemmerten sich ruehrend um uns, beantworteten alle unsere Fragen, uebersetzten fuer uns und bestellten das Essen, das uebrigens immer hervorragen war.

Auch mit dem Wetter hatten wir Glueck bis auf die letzten zwei Tage. Mit viel Regen kuendigte sich ein Sturm an der in den naechsten Tagen in sued Vietnam eintreffen sollte. Trotz der Regenjacke und den zusaetzlichen zwei plastik Pellerinen, einer Regenhose und Regenboots war ich am Ende des Tages total nass. Auch der naechste Tag sollte nicht viel besser werden. Als wir losfuhren waren die Strassen noch trocken. Doch desto naeher wir uns Hoi An naeherten desto schwaerzer wurde der Himmel. Und dann kam er... der Regen in dicken Tropfen. Auch sahen und erlebten wir hautnahe die Auswirkungen des Sturmes. Die ganze Region um Hoi An war ueberschwemmt. Wir mussten ein paar Umwege fahren und immer wieder mit dem Motorbike durch knie tiefes Wasser fahren. Dass wurde mir und Loi dann auch zum Verhaengniss, wir blieben mit einem Motorschaden mitten auf der Srasse im Wasser stecken... doch auch ich kam in Hoi An an.

Die 6 Tage verflogen wie im flug. Es war eine wunderschone Reise in eine ganz andere Welt.



























Zu Besuch bei Onkel Ho

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Erste Destination in Vietnam war Ho Chi Minh City/Sai Gon, eine Stadt die sicherlich mehr Motobikes als Einwohner hat. Wahnsinn, nur schon der Versuch eine Strasse zu uberqueren, denn von links, rechts, vorn und im Ruecken brausen Sie wie die Irren um einem herum. Verkehrsregeln gibt's hier nicht wirklich. Und das Gehupe erst, oh my...

Sai Gon, nach Ende des Krieges und zu Ehren des Kommunist und Vater des vereinten Vietnams Ho Chi Minh, umgetauft, ist eigentlich keine Schoenheit, aber historisch gesehen ein wichtiger Punkt auf der Karte. Wer respektvoll von ihm spricht, nennt ihn Onkel Ho... Die Folgen Vietnam-Krieges (oder Amerika-Krieg wie sie hier sagen), sind noch an mehreren Orten in der Stadt und Umgebung fuehl- und sichtbar. Die Cu Chi-Tunnels, ein paar Autostunden noerdlich ist ein wichtiges Zeugnis des Krieges. Nicht weit von einer Basis der Amerikaner, haben die Viets ein Untergrund-Tunnelnetzwerk gebaut, dass sich etwa auf 200km erstreckt und mit Eingaengen, so eng dass gerade ein schmaler Vietnamese mit einer Waffe darin Platz hat. Auf drei Ebenen unter der Erde boten die Schaechte Platz fuer Schlafstellen, Kueche, Schulen und sogar Spitaeler. Ganz eindruecklich und brutal war der Besuch im Kriegsmuseum. Fotografien und Kriegsmaterial wird hier von der vietnamesischen Sicht (muss man auch erwaehnen) auf vier Stoecken dokumentiert und nicht wenige Male musste ich leer schlucken oder konnte erst gar nicht hinsehen.

Friedlicher war der zwei Tages-Trip durch das maechtige Mekong-Delta. Reisfelder, Fischer, schwimmende Maerkte reihen sich hier dicht aneinander. An der Hauptader des Flusses ist's geschaeftiger und massiv bevoelkert, gemuetlicher wird's wenn man in einem der zahlreichen Nebenfluesse dem Sonnenuntergang entgegen schaukelt. Auf eigene Faust stiegen wir nach dem Trip in einen lokalen Bus ein, wo wir von den zahlreichen anderen Passagieren waehrend der vierstuendigen Fahrt angestarrt wurden. Ziel der Reise war die Insel Phu Quoc, die vorallem fuer ihre einsamen Straende, Perlen, Pfefferanbau und Fischsauce-Produktion beruehmt ist. Ein Ort zum abschalten, sich auf dem Liegestuhl breit machen und ein gutes Buch lesen.

In Mui Ne, zurueck auf dem Festland, machten es wir uns direkt am Strand fuer ein paar Tage gemuetlich. Waehrend der alte Dorfkern den Einheimischen vorbehalten ist, erstreckt sich der neue Teil Kilometer in den Sueden. Besonders beliebt bei Kitesurfern und Russen. Nastrovje statt Yo (prost in vietnamesisch)!