Now in: Cochabamba (BOL)Next: La Paz (BOL)Nach einer erholsamen Nacht in Uyuni ging es mit Jeremie, Mirja und Stephen weiter nach Potosi. Nur schon die Busfahrt war ein Abendteuer. Beim Ticket kauf wurde uns natuerlich ein neuer confortabler Bus versprochen, was natuerlich nicht der Fall war, aber was will man schon sagen fuer 2 Franken. Unser Gepaeck wurde auf das Dach verladen und wir nahmen auf unseren Sitzen platz, dann wurde der Rest vom Bus mit Leuten vollgestopft. Es wurde jeder erdenkliche Platz ausgenutzt. Sie sassen im Gang, zu dritt oder zu viert auf 2 Plaetzen und um den Busfahrer herum. Der Weg nach Potosi war hollperig und steil und es wurde immer mal wieder angehalten um jemanden auf oder ab zuladen. Da es keine Toilette im Bus gab, waren wir froh als der Bus nach drei Stunden endliche eine Pause in einem kleinen Dorf einlegte. Als wir jedoch nach einer Toilette fragten, bekamen wir die Antwort: "tenemos solemente Baño natural". Dem entsprechend hat der Ort auch gerochen. Nach sechs Stunden kammen wir endlich in Potosi an.
Potosi, die hoechste Stadt in dieser Groesse (164000 Einwohner, 4070 m) liegt an einem steilen Hang. Auf den ersten Blick ist die Stadt nichts besonderes, erste beim zweiten Blick zeigt sich ihre Schoenheit. Es giebt unglaublich viel zu enddecken und die Geschichte der Stadt ist sehr interessant. Sie wurde duch das Silber das 1545 im Cerro Rico gefunden wurde zu einer der reichsten und Groessten Staedte seiner Zeit. Aber schon damal hatte die Stadt zwei Gesichter, der Reichtum genossen vorallem die Spanier, die Indios wurden ausgenutzt und versklavt und mussten in den Minen abreiten, wo tausende starben. Auch heute noch hat sich die Situation fuer die lokale Bevoelkerung nicht grossartig veraendert. Die meisten Menschen in Potosi sind arm und arbeiten immer noch in den Minen. Was uns besonders erschreckt hat, ist das immer noch viel Kinder in und um die Mienen arbeiten.
Wir haben die Minen mit einem ehemaligen Minero besucht. Basilio ist 19 Jahre alt und arbeitedte 5 Jahre in den Minen von Potosi. Wir wurden mit Schutzkleidung, Gummistiefel, Helm, Licht, Coca Blaettern, hochprotzentigem Alkohol (96) und einer Paste die den ganzen Mund betaeupt ausgestatted. Die Coca Blaetter sollen die Leistungsfaehigkeit erhoehen und der Alkohol und die Paste sollen die Stapatzen der Mineros ertragbar machen. Uns hat es jedoch nicht so gut geschmeckt. Danach ging es in die schmalen und engen Gaenge der Minen. Schon nach wenigen Metern war es stock finster. Es war erdruckend und die Vorstellung da arbeiten zu muessen ist beaengstigend. Wir krochen und kletterten durch die Gaenge nach oben. Wir wahren alle froh, als wir Licht erblickten und wieder an der frischen Luft wahren. Zum Schluss demonstrierte uns Basilio noch eine Explosion. Diese war unerwarted gross und laut.
Am Nachmittag wollten wir uns in den heissen Quellen von Potosi von der Minen Tour erhohlen. Wir nahmen ein Taxi, das uns auch an den richigen Ort fuhr, der Ort war jedoch nicht das, was wir erwartet hatten. Es waren grosse Pools mit heissem, dreckigem und stinkigem Wasser, und sie waren gestossen voll mit Menschen. Da diese Baeder ein beliebtes Sonntags Ausflugsziel fuer Einheimische ist. Wir haben unseren Ekel ueberwunden und sind trotzallem baden gegangen. Wir haben Wasservolleyball mit Einheimischen gespielt, uns gut unterhalten und mit den Kindern gespielt und hatten eine super Zeit. Das einzige Problem war, das wir nach dem Bad dreckiger ware als zuvor.
Viele Gruesse Selina & Meo

