Dienstag, 13. April 2010

Absolutly breathtaking!

Now in: Uyuni (BOL)
Coming from: San Pedro de Atacama (CHI)
Next: Potosi (BOL)

Die Salar de Uyuni ist wohl etwas vom Besten, das wir je gesehen haben und war im zweifachen Sinn atemberaubend. Mit dem 4x4 Jeep und super Truppe und sind wir drei Tage durch einsame Ferne gedonnert, durquerten bizarre Wuestenlandschaften und haben bis ueber 5000 m.u.M. ueberwunden - ja, der Atem war kurz, Kopfweh stets ein Begleiter, aber mit Coca-Blaetter in der Backe ging's so einigermassen. Wir schauten den farbenpraechtigen, blubbernden und dampfenden Geysiren zu, standen an Ufern von gruenen, weissen, roten und blauen Lagunen, beobachteten zahlreiche Flamincos und Vicunas und haben den letzten Tag auf dem groessten Salzsee (12000km2) der Erde verbracht. Das grelle Weiss, die Groesse, ein kaum erkennbaren Horizont und blauer Himmel - einfach grandios!

















Potosi die hoechste Stadt

Now in: Cochabamba (BOL)
Coming from: Sucre (BOL)
Next: La Paz (BOL)

Nach einer erholsamen Nacht in Uyuni ging es mit Jeremie, Mirja und Stephen weiter nach Potosi. Nur schon die Busfahrt war ein Abendteuer. Beim Ticket kauf wurde uns natuerlich ein neuer confortabler Bus versprochen, was natuerlich nicht der Fall war, aber was will man schon sagen fuer 2 Franken. Unser Gepaeck wurde auf das Dach verladen und wir nahmen auf unseren Sitzen platz, dann wurde der Rest vom Bus mit Leuten vollgestopft. Es wurde jeder erdenkliche Platz ausgenutzt. Sie sassen im Gang, zu dritt oder zu viert auf 2 Plaetzen und um den Busfahrer herum. Der Weg nach Potosi war hollperig und steil und es wurde immer mal wieder angehalten um jemanden auf oder ab zuladen. Da es keine Toilette im Bus gab, waren wir froh als der Bus nach drei Stunden endliche eine Pause in einem kleinen Dorf einlegte. Als wir jedoch nach einer Toilette fragten, bekamen wir die Antwort: "tenemos solemente Baño natural". Dem entsprechend hat der Ort auch gerochen. Nach sechs Stunden kammen wir endlich in Potosi an.

Potosi, die hoechste Stadt in dieser Groesse (164000 Einwohner, 4070 m) liegt an einem steilen Hang. Auf den ersten Blick ist die Stadt nichts besonderes, erste beim zweiten Blick zeigt sich ihre Schoenheit. Es giebt unglaublich viel zu enddecken und die Geschichte der Stadt ist sehr interessant. Sie wurde duch das Silber das 1545 im Cerro Rico gefunden wurde zu einer der reichsten und Groessten Staedte seiner Zeit. Aber schon damal hatte die Stadt zwei Gesichter, der Reichtum genossen vorallem die Spanier, die Indios wurden ausgenutzt und versklavt und mussten in den Minen abreiten, wo tausende starben. Auch heute noch hat sich die Situation fuer die lokale Bevoelkerung nicht grossartig veraendert. Die meisten Menschen in Potosi sind arm und arbeiten immer noch in den Minen. Was uns besonders erschreckt hat, ist das immer noch viel Kinder in und um die Mienen arbeiten.

Wir haben die Minen mit einem ehemaligen Minero besucht. Basilio ist 19 Jahre alt und arbeitedte 5 Jahre in den Minen von Potosi. Wir wurden mit Schutzkleidung, Gummistiefel, Helm, Licht, Coca Blaettern, hochprotzentigem Alkohol (96) und einer Paste die den ganzen Mund betaeupt ausgestatted. Die Coca Blaetter sollen die Leistungsfaehigkeit erhoehen und der Alkohol und die Paste sollen die Stapatzen der Mineros ertragbar machen. Uns hat es jedoch nicht so gut geschmeckt. Danach ging es in die schmalen und engen Gaenge der Minen. Schon nach wenigen Metern war es stock finster. Es war erdruckend und die Vorstellung da arbeiten zu muessen ist beaengstigend. Wir krochen und kletterten durch die Gaenge nach oben. Wir wahren alle froh, als wir Licht erblickten und wieder an der frischen Luft wahren. Zum Schluss demonstrierte uns Basilio noch eine Explosion. Diese war unerwarted gross und laut.

Am Nachmittag wollten wir uns in den heissen Quellen von Potosi von der Minen Tour erhohlen. Wir nahmen ein Taxi, das uns auch an den richigen Ort fuhr, der Ort war jedoch nicht das, was wir erwartet hatten. Es waren grosse Pools mit heissem, dreckigem und stinkigem Wasser, und sie waren gestossen voll mit Menschen. Da diese Baeder ein beliebtes Sonntags Ausflugsziel fuer Einheimische ist. Wir haben unseren Ekel ueberwunden und sind trotzallem baden gegangen. Wir haben Wasservolleyball mit Einheimischen gespielt, uns gut unterhalten und mit den Kindern gespielt und hatten eine super Zeit. Das einzige Problem war, das wir nach dem Bad dreckiger ware als zuvor.

Viele Gruesse Selina & Meo







Wuestenzauberei

Now in: San Pedro de Atacama (CHI)
Coming from: Salta (ARG)
Next: Uyuni (BOL)


Die Busfahrt von Salta ueber den Paso Jama (Grenzuebergang Argentinien/Chile auf 4200m u. M.) war wunder-wunder-wunderschoen. Schlafen verboten! Wir kurvten durch die felsigen Haenge der Jujuy-Region, durchquerten die Salinas Grandes, schlaengelten uns durch die karge Landschaft der Anden und erreichten schliesslich neun Stunden spaeter San Pedro de Atacama - im Dorfkern noch ganz huebsch, aber ganz und gar ausgerichtet auf die Touristenscharr. Da wir nur zwei Tag im Ort bleiben wollten, entschieden wir uns fuer eine Tour zu den Geyisren und ein zum Valle de la Luna. Da die Geysire bloederweise am fruehen Morgen so richtig schoen anzusehen sind, hiess das fuer uns um 3.40h aufstehen! Danach gings holper-holper zwei Stunden ueber eine Schotterpiste zu den El Tatio Geysiren auf 4.320m.u.M. Dick eingepackt und noch etwas schlaefrig blickten wir ueber das Geysirfeld, das mit ueber 80 echten Geysiren und 30 andauernd aktiven, das groesste auf der suedlichen Halbkugel sein soll. Wo das Auge hinreichte stiegen Wasserdampfwolken den Himmel empor und der eierige Geruch in der Luft, weckte uns dann doch schneller als gedacht auf. Als dann die ersten Sonnenstrahlen das Tal hinunterrollten und wir Fruehstueck (hart gekochte Eier aus Geysirbad) serviert bekamen, war's auch vorbei mit dem frieren. Die Mutigen unter uns sprangen danach auch in die heisse Quelle und gegen den Mittag waren wir auch schon wieder zurueck in San Pedro.

Am naechsten Nachmittag fuhren wir zum Valle de la Luna, eine Wuestenlandschaft, die ihrem Namen voll gerecht wird. Von diversen Aussichtspunkten konnten wir uns ein Bild machen, wie sich die Gesteine ueber tausende von Jahren dank der Erosion zu dieser mondaehnlichen Landschaft geformt hat. Nachdem wir auch noch durch eine trockenens Flusshoehle gekrochen sind, stiegen wir rechtzeitig zum Sonnenuntergang auf eine Anhoehe, und schauten zu, wie sich das Tal und die Andenkette in ein orangerotes Tuch huellte und langsam aber sicher eins mit der Nacht wurde.












Nord Argentinien

Now in: Salta (ARG)
Coming from: Pto. Iguazu (ARG)
Next: San Pedro de Atacama (CHI)



Nach den tropischen Wasserfaellen in Iguazu war Salta ein riesen Kontrast. Salta ist eine Kleinstadt im Norden Argentiniens mit huebschem Colonial Bauten und einem kleinen haerzigen Platz. Das Umland ist steppen und wuesten Artig aber wunderschoen mit ihrem farbigen Fels und Berg Formationen, Kaktusen, Lamas, Vecuñas. Wir haben die Zeit vor Ostern in Salta verbracht und von da verschiedene Ausfluege rundum Salt gemacht.

Eine lange aber wunderschoene fahrt durch Los Medanos, Gorge Rio de las Conchas und Quebrada de Cafayate hat uns nach Cafayate gefuehrt. Cafayate (10´000 Einwohner, 1660 m) ist fuer seine Weine bekannt. Die wir leider nicht wircklich geniessen konnten, da unsere Bauche verueckt gespielt haben.

Cachi (7200 Einwohner, 2280 m) ein schoenes Kaff in den Bergen, aber auch hier war der Weg zum Ziel fast spektakulaerer. Er fuehrte durch ein wunderschoenes Tal hinauf auf auf den 3348 Meter hochen Pass, ueber eine Kaktus uebersaehte Hochebene nach Cachi.

Unser letzter Trip gieng ueber Jujuy nach Purmamarca nach Tilcara, wo wir uebernachteteten. Zwei klienen Doerfchen hoch im Norden. Am naechsten Tag gieng es weiter nach Humahuaca und von da aus zurueck nach Salta.