Coming from: Oaxaca (MEX)
Next: San Francisco (USA)
Meine ersten Schritte auf mexikanischen Boden und das gleich am weissen Strand von Tulum. Nach zwei Tagen faulenzen mit viel Sonne (ein bisschen zu viel fuer bleiche Norwegerinnen) war dann mal wieder was Kulturelles angesagt: die Ruinen von Palenque. Zuerst Einchecken in die Privat-Cabana fuer etwa 7 Stutz und dann ein Besuch in der Apotheke: OFF Mozzie-Spray im Doppelpack und etwas gegen eine allergischen Reaktion (weiss der Gugger was), die mein linkes Bein auf den doppelten Umfang anschwellen liess. Nun ja, halb so schlimm. Zu den Ruinen: eine der bedeutesten Maya-Staette mit Tempeln, Inschriften, Reliefs und einem Palast (120 Jahre Bauzeit) mit einer imposanten unterirrdischen Kammer-Vernetzung. Geschaetzte 200'000 Menschen lebten in der Stadt und bis heute wurden nur 5% erforscht, der Rest versteckt sich noch im Dickicht des Dschungels.
Mit drei Stopps (Wasserfall 1&2, und Strassen-Barrikade dank Lehrer-Streik) kam ich im verregneten San Cristobal de las Casas an. Hui, nach drei Monaten Flip Flops und Shorts musste ich mich wieder warm einpacken. Die zweitschoenste Kolonialstadt auf unserer Reise (an erster Stelle ist noch immer Cartagena, Kolumbien) liegt auf rund 2100 m. u. M. und ist wegen seinen schmucken Kolonialhaeusschen und dem Mix aus alter Traditionen/Moderne ein Muss. Sie liegt ausserdem in der Region Chiapas, der aermsten Region Mexicos wo 1994 eine blutige Revolution, ausgerufen durch die Zapatistas (Ejército Zapatista de Liberación Nacional) ausbrach. Noch heute kaempfen die indigenen Voelker um ihr Recht auf Land, Bildung & Infrastrukturprogramme!
Nach gut drei Wochen auf Solopfaden traf ich endlich wieder meine bessere Haelfte und wir feierten bis der Club dichtmachte. Nun ja, Hangover hin oder her, der Besuch in zwei indigenen Doerfern im Umkreis von San Cristobal wollten wir uns dann doch nicht entgehen lassen. In San Juan de Chamula leben die Tzotzils in einer Kommune und wer sich nicht an deren Regeln haelt, der hat die Stadt zu verlassen. Es gibt spezielle Funktionen die ausgefuehrt werden muessen: einen Leader fuer wichtige Entscheidungen und Rat, Mediziner und eine eigene Sicherheitstruppe. Personen von Ausserhalb und deren Einfluesse lassen sie nur ungern zu. Ganz speziell war der Besuch der Kirche wo die Einwohner ihre Rituale praktizieren: in der Gruppe oder auch alleine sitzen die sie auf dem Boden auf Tannenkries, opfern Huehner, Kerzen werden angezuendet (fuenf Farben, weiss z.B. steht fuer Tortilla) und Kranke geheilt. Das ulkigste? Jede Kerze hat auch ein dazugehoeriges Getraenk und die Farbe schwarz in fluessig ist Coca Cola. Dank dessen Kohlensaeurengehalt werden die boesen Daemonen rausgeruelpst, irr!
Auch der Ausflug zum Canyon Sumidero war trotz Hochwasser wunderschoen. Nur truebten das viele Treibholz und Abfall an einer Stelle die Aussicht. Schon krass wie wir zum Teil schon fast ueber ein Plastikflaschen-Meer fuhren! Nun, nach sieben Tagen in den Bergen hatten wir dann auch schon genug vom kalten Wetter und folgten der Sonne an die pazifische Kueste von Mexico.
es läbeszeiche - schön, das es oi guet gaht. und all die schöne plätz! bi mir heissts ez sitem mäntig: ,gömer id migros, zum italiener oder zum thai?' kunschti-problem reloaded. und erinnered er oi a oise schüchi kunschtgschicht-lehrer (andres jansen)? bi dem hani hüt wieder schuel gha. isch fascht wie im vorkurs (g)si :-)
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