Dienstag, 7. Dezember 2010

Seidenstoffe, kaiserliche Residenzen und die Reise zum Mittelpunkt der Erde

Now in: Kratie (CAM)
Coming from: Don Det (LAO)
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Nach Tagen Dauerregen stieg der Pegel des Flusses in Hoi An mit jedem Tag ein paar Zentimeter. Hoi An, ist ein huebsches und desshalb auch sehr touristisches Kaff an der zentralen Kueste Vietnams. Beruehmt ist das Staedtchen vorallem fuer seine vielen kleinen Kunsthandwerklaeden, Seidenstoffe und die Schneider, die einem in 24h! ein Kleid, ein Anzug oder was auch immer anfertigen. Ein bisschen kritischer betrachtet geht das auch unter fast unmoeglichen Arbeitsbedingungen. Aber wie sonstwo auch, gilt hier wenn es der nicht macht, dann halt die Konkurrenz eine Tuer weiter. Da leidet nicht nur der Schneider, sondern auch die Qualitaet...

Ein weiterer Stop auf dem Weg in den Norden war die Stadt Hue. Unter der Nguyen-Dynastie war die Stadt bis 1945 die Hauptstadt von Vietnam. Die ehemaligen Grenze zwischen dem geteilten Vietnam verlaeuft noerdlich der Stadt. Hue hat waehrend des Krieges viel Leiden zu beklagen. Es kaempften auf der einen Seite die Nordvietnamesen gegen die Suedvietnamesen mit Unterstuetzung der US Army. Dabei wurde ein Grossteil der Stadt zerstoert, viele Zivilisten verloren ihr Hab und Gut und nicht zuletzt wurde eines der wichtiste Bauwerke des Landes, die Zitadelle und die verbotene Stadt des ehemaligen Koenigs fast dem Erdboden gleich gemacht. Die kaiserliche Stadt ist von einer fast 6m hohen Schutzmauer umgeben. Im Innern der Festung befindet sich das Mittagstor, der Hof fuer kaiserliche Zeremonien, weitere kleinere Palaeste und die verbotene Stadt, die nur der kaiserlichen Familie vorbehalten war. Besonders schoen war der Fluegel wo die Frau des Koenigs ihre Freizeit verbrachte. Auch der Besuch bei drei wichtigen Grabmalen der Herrscher liessen wir uns trotz dicken Tropfen nicht entgehen. In riesigen Gruen-Anlagen, prunkvollen Bauwerken und Dekorationen (nur ein ganz bisschen uebertrieben) ruhen die ehemaligen Koenige im ewigen Frieden...

Als Abschluss vom zentralen Vietnam gab's noch 'nen Abstecher zum Phong Nha Ke Bang-Nationalpark mit zahlreichen Grotten, Hoehlen und Unterwasserfluesse die mit 65km Laenge zu den laengsten der Welt gehoeren. Und echt, das war der Hammer! Die Hoehlen mit all den bizarren Stalaktiten-und Stalagmitenformationen fuehlten sich so bisschen nach "Reise zum Mittelpunkt der Erde"an.




















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